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Frühling |
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Die Bäume im Ofen lodern. |
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| Die Vögel locken am Grill. | ||
| Die Sonnenschierme vermodern. | ||
| Im übrigen ist es still. | ||
| Es stecken der Spargel aus Dosen | ||
| Die zarten Köpchen hervor. | ||
| Bunt ranken sich köstliche Rosen | ||
| In Faschingsgirlanden empor. | ||
| Ein Etwas, wie Glockenklingen, | ||
| Den Oberkellner bewegt, | ||
| Mir tausend Eier zu bringen, | ||
| Von Osterstören gelegt. | ||
| Ein süßer Duft von Havanna | ||
| Verweht in ringelnder Spur | ||
| Ich fühle an meiner Susanna | ||
| Erwachende neue Natur. | ||
| Es lohnt sich manchmal zu lieben, | ||
| Was kommt, nicht ist oder war. | ||
| Ein Frühlingsgedicht geschrieben | ||
| Im kältesten Februar. | ||
| Joachim Ringelnatz | ||
| aus "Sämtliche Gedichte", Diogenes-Verlag 1994 | ||
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